{"id":2713,"date":"2020-01-26T15:35:14","date_gmt":"2020-01-26T15:35:14","guid":{"rendered":"http:\/\/eritreischer-medienbund.ch\/wordpress\/?p=2713"},"modified":"2022-11-10T10:49:09","modified_gmt":"2022-11-10T10:49:09","slug":"sorgen-eu-und-die-schweiz-mit-entwicklungsgeldern-fuer-eine-bleibende-fluchtursache","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eritreischer-medienbund.ch\/wordpress\/sorgen-eu-und-die-schweiz-mit-entwicklungsgeldern-fuer-eine-bleibende-fluchtursache\/","title":{"rendered":"Sorgen die EU und die Schweiz mit Entwicklungsgeldern f\u00fcr eine bleibende Fluchtursache?"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Medienmitteilung<\/h2>\n\n\n\n<p>Sehr geehrte Medienschaffende<br><\/p>\n\n\n\n<p>Wie der <a href=\"https:\/\/www.blick.ch\/news\/politik\/entwicklungshilfe-im-zwielicht-foerdert-bern-die-sklaverei-id15720160.html\">Sonntagsblick<\/a> heute berichtete, steht die EU im Verdacht, mit 20 Millionen Euro Entwicklungsprojekte in Eritrea zu finanzieren, in denen Zwangsarbeit zum Einsatz kommt. Die Schweiz ist an diesem Fond mit 4.6 Millionen Euro beteiligt. Wie der Menschenrechtsanwalt Emiel Jurjens gegen\u00fcber der Deutschen Welle sagte: \u201e<em>Egal wie man es dreht und wendet, am Ende finanziert die EU Sklaverei und unterst\u00fctzt ein Regime, das Menschenrechte verachtet<\/em>\u201d.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Die Schweiz arbeitet bereits seit l\u00e4ngerem mit dem eritreischen Regime zusammen: die DEZA f\u00fchrt eigene Entwicklungsprojekte im Land durch. Laut <a href=\"https:\/\/www.admin.ch\/gov\/de\/start\/dokumentation\/medienmitteilungen.msg-id-77886.html\">Medienmitteilung<\/a> des Bundes investiert die Schweiz in den kommenden drei Jahren im Bereich der Berufsbildung, mit einem Umfang von insgesamt 6 Mio. CHF.&nbsp;<br><\/p>\n\n\n\n<p>Die Menschenrechtslage in Eritrea bleibt auch nach dem Friedensabkommen mit \u00c4thiopien katastrophal. Eritreer*innen m\u00fcssen unbefristeten Nationaldienst leisten, der mit Zwangsarbeit einhergeht. Dabei k\u00f6nnen sie weder die im Nationaldienst zu verrichtende Arbeit ausw\u00e4hlen, noch wissen sie, wann sie entlassen werden oder die Familie wiedersehen. Zum Alltag geh\u00f6ren willk\u00fcrliche Folter und sexuelle Gewalt. Wir kennen Personen, die f\u00fcr eine Schule rekrutiert wurden, wo das eine Berufsbildungsprojekt durchgef\u00fchrt wurde. Diese mussten nach Abschluss des Projektes den Nationaldienst weiterf\u00fchren.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Aufgrund der oben dargelegten Fakten fordern wir vom Eritreischen Medienbund Schweiz folgendes: Wenn die Schweiz Gespr\u00e4che mit Eritrea f\u00fchrt, dann mit dem Ziel, die Menschenrechtslage im Land zu verbessern. Nur innenpolitische Ver\u00e4nderungen k\u00f6nnen die Fluchtursachen an den Wurzeln anpacken. Solange die Menschenrechtslage in Eritrea missachtet wird, k\u00f6nnen solche Investitionen aus der Schweiz &#8211; wie der Verdachtsfall im Sonntagsblick aufzeigt &#8211; verheerende Folgen haben.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Vielen Dank f\u00fcr Ihre Kenntnisnahme.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Freundliche Gr\u00fcsse<br><\/p>\n\n\n\n<p>Yonas Gebrehiwet<\/p>\n\n\n\n<p>Mediensprecher&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Eritreischer Medienbund Schweiz<br><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Weiterf\u00fchrende Links:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/5749369\/unterstutzt-eu-zwangsarbeit-in-eritrea\">Die Presse: Unterst\u00fctzt EU Zwangsarbeit?<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/global-development\/2019\/apr\/02\/europe-accused-financing-eritrea-project-based-on-forced-labour?fbclid=IwAR3kgls_LAR6_dYT8drkAO--P8DiZ19rEBO94Ay4AhoGZPFZ2ghwUWk62Ag\">The Guardian: Europe accused of financing Eritrean project based on &#8218;forced labour<\/a><\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Medienmitteilung Sehr geehrte Medienschaffende Wie der Sonntagsblick heute berichtete, steht die EU im Verdacht, mit 20 Millionen Euro Entwicklungsprojekte in Eritrea zu finanzieren, in denen Zwangsarbeit zum Einsatz kommt. 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